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Warum ist TPO in Europa verboten?

4 Min. Lesezeit

Der Sommer 2025 war turbulent in der Welt des Nagellacks. Tatsächlich sind mit dem Inkrafttreten des Verbots von TPO in Kosmetikprodukten ab dem 1. September in Europa viele Marken von Semi-Permanent-Lacken gezwungen, ihre Formeln zu überarbeiten, um TPO-freie Lacke anbieten zu können. Ein Kopfzerbrechen, das Manucurist erspart geblieben ist, da TPO und andere Risikobestandteile schon lange aus ihren Lacken ausgeschlossen sind. Um die Situation besser zu verstehen, erklären wir, was TPO ist, warum es jetzt verboten ist und wie man einen TPO-freien Lack erkennt. Los geht’s!

Was ist TPO und wozu dient es?

Definition von TPO

TPO ist die Abkürzung für Diphenyltrimethylbenzoylphosphinoxid, ein Photoinitiator, der häufig in der Zusammensetzung von Kosmetikprodukten verwendet wird, insbesondere bei solchen, die unter UV- oder LED-Licht polymerisiert werden müssen, wie Gele und Semi-Permanent-Lacke.

Die Rolle von TPO in Semi-Permanent-Lacken und UV-Gelen

TPO hat die Besonderheit, dass es die Polymerisation ermöglicht, wenn der Lack unter eine UV- oder LED-Lampe gelegt wird. Anders gesagt, ohne TPO oder ein Äquivalent kann der Semi-Permanent-Lack nicht aushärten oder trocknen, die Katalyse findet nicht statt und der Lack bleibt flüssig. Ein wahrer Albtraum für Nagellack-Fans! Aber was genau wird TPO vorgeworfen?

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Warum ist TPO in Europa verboten?

Ein als CMR eingestufter Stoff (reproduktionstoxisch)

TPO steht schon lange im Fokus der europäischen Gesundheitsbehörden.

Bereits 2014 gab das SCCS (Scientific Committee on Consumer Safety) eine Stellungnahme zur Sicherheit seiner Verwendung und zu den potenziell sensibilisierenden Effekten auf die Haut ab.

Im 2019 wurde TPO als eine der CMR-Substanzen eingestuft, die chemische Stoffe umfassen, die mittelfristig oder langfristig krebserregende, mutagene oder reproduktionstoxische Wirkungen haben können. Es wurde in die CMR-Kategorie 2 eingestuft, was bedeutet, dass es „nur“ als verdächtig gilt, die menschliche Fortpflanzung zu beeinträchtigen. Die Verwendung war unter Bedingungen erlaubt (maximale Konzentration 5%).

Doch im 2025 führten neue wissenschaftliche Studien dazu, dass die europäischen Behörden die Einstufung änderten. TPO wurde in die CMR-Kategorie 1B hochgestuft und gilt als nachweislich reproduktionstoxisch für den Menschen (Verordnung Nr. 2025/977, genannt „Omnibus VII“). Dieser neue Status führt automatisch zu einem Verbot in Kosmetikprodukten gemäß der europäischen Kosmetikverordnung (Verordnung (EG) Nr. 1223/2009).

Was sich ab dem 1. September 2025 ändert

Mit dem Inkrafttreten des TPO-Verbots in den Ländern der Europäischen Union ist es nicht mehr erlaubt:

  • Kosmetikprodukte mit TPO in Verkehr zu bringen,

  • diese Produkte bereitzustellen, auch für Fachleute,

  • diese Produkte zu verwenden, insbesondere im Rahmen professioneller Dienstleistungen (Nagellackaufträge, Maniküre usw.)

Kurzfristige Folge: ein möglicher Rückgang des Angebots an Semi-Permanent-Lacken, da Produkte mit TPO, egal ob von europäischen Marken oder außerhalb der EU, nicht mehr auf dem europäischen Markt verkauft werden dürfen.

Ein solches Verbot braucht jedoch immer Zeit, um umgesetzt zu werden, und Verbraucher sollten beim Kauf ihres Nagellacks wachsam bleiben. Um böse Überraschungen zu vermeiden, sehen Sie sich die INCI-Liste auf der Verpackung an, die die genaue Zusammensetzung des Produkts angibt.

Ist das also das Ende des Semi-Permanent-Lacks oder der Beginn einer neuen Generation von TPO-freien Lacken?

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Ist ein Semi-Permanent-Lack ohne TPO möglich?

Gibt es Alternativen zu TPO?

Die gute Nachricht ist, dass man tatsächlich auf TPO im Semi-Permanent-Lack verzichten kann. Bei Manucurist haben wir es nie verwendet! Gleiches gilt für andere als CMR eingestufte Stoffe oder Methacrylat-Monomere (HEMA und Di-HEMA-TMHDC), die wir stets aus unseren Formeln ausgeschlossen haben. 

Es war nicht einfach und es brauchte mehrere Jahre Forschung, um einen Ersatz für TPO zu finden, aber wir haben ihn schließlich gefunden: das TPO-L, ein sichererer und stabilerer Photoinitiator als TPO. Der Unterschied zwischen den beiden Molekülen liegt nicht nur im zusätzlichen Buchstaben L. TPO-L ist weder als CMR eingestuft noch als potenzieller endokriner Disruptor angesehen, ein vollkommen sicheres Inhaltsstoff, der dieselbe Leistung ohne Risiken bietet.

Eine neue Generation leistungsstarker und risikofreier Lacke

Indem Manucurist sich entschieden hat, Lacke ohne jegliche umstrittene Moleküle zu entwickeln, ohne auf gesetzliche Vorgaben zu warten, positioniert sich die Marke als Pionier und Innovator, der sich für eine verantwortungsvollere und nachhaltigere Schönheit engagiert. Mit Green Flash™ hat Manucurist eine neue Generation von Semi-Permanent-Lacken auf den Markt gebracht, die weder bei der Gesundheit der Verbraucher oder Fachleute noch bei der Leistung des Lacks Kompromisse eingeht.

Das Geheimnis? Eine vegan und bis zu 84 % bio-basierte Formel, die den Gesundheitsanforderungen entspricht, die nicht nur die Nägel nicht schädigt, sondern sie dank der patentierten KeraHCE+ Technologie in der Base Coat Vitaminée Green Flash™ stärkt. Und das bei Erfüllung der erwarteten Eigenschaften eines hochwertigen Semi-Permanent-Lacks:

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TPO war bisher ein zentraler Inhaltsstoff in der Zusammensetzung von Semi-Permanent-Lacken, und sein Verbot in Europa hätte das Aus für diese Art von Lack bedeuten können. Aber keine Panik: Es gibt Alternativen, die ihre Wirksamkeit bewiesen haben. Green Flash™ ist das perfekte Beispiel. Der Semi-Permanent-Lack wird also nicht verschwinden, sondern sich neu erfinden, um zu einer gesünderen und sichereren Schönheit beizutragen. Um diese Routine bei Ihnen zu Hause zu entdecken, enthält das Green Flash™ Starter kit die wichtigsten Essentials für die Anwendung unter LED-Lampe.