Ultramarine: zurück zu den Ursprüngen von Blau

Ultramarinblau, diese intensive und geschichtsträchtige Farbe, schlägt Wellen auf Ihren Händen. Tauchen Sie ein ins Ultramarine - ein Must-have von Manucurist.

Laut einiger Meinungsumfragen soll Blau zwar heute die Lieblingsfarbe der Franzosen sein, doch das war nicht immer so. Von der römischen Zivilisation lange Zeit unbeachtet, wurde Blau erst Anfang des 20. Jahrhunderts populär.

„Seit der Einführung von Meinungsumfragen um 1890 steht die Farbe Blau in der westlichen Welt an erster Stelle, in Frankreich wie in Sizilien, in den USA wie in Neuseeland, bei Männern wie bei Frauen, unabhängig von ihrem sozialen und beruflichen Umfeld. Die gesamte westliche Zivilisation gibt Blau den Vorzug“, erklärt der Historiker Michel Pastoureau.

Zahlreiche Künstler wie Geneviève Asse oder David Hockney haben diese Farbe zum Eckpfeiler ihrer Arbeit gemacht. Doch wie kann man über die Farbe Blau sprechen, ohne Yves Klein zu erwähnen? Der Künstler, der aufgrund seiner ausschließlich in Blau gehaltenen Werke den Beinamen „Yves le Monochrome“ erhielt, war überzeugt, dass alle Künstler in Zukunft monochrome Bilder malen würden. Für ihn lag das Wesen der Kunst in der Reinheit der Farbe, die den Betrachter beeindrucken sollte. Deshalb beschloss er, sich auf einen Farbton zu konzentrieren, der ihm zum Erfolg verhalf. „Blau, nichts als Blau: Dieser Farbe werde ich mein Leben widmen!“

Mehrere Monate lang befasste Yves Klein sich intensiv mit der Suche nach einem Ultramarinpigment. Schließlich gelang es ihm, dank eines neuartigen Lösungsmittels, eines Kunstharzes, den gewünschten Farbton zu erzielen, der zugleich pudrig und fesselnd war. Besessen von seiner Erfindung, meldete Klein sein Blau beim Französischen Institut für gewerbliches Eigentum an: das berühmte International Klein Blue (IKB) wurde geboren. Die Formel des IKB wurde zwar oft imitiert, jedoch niemals veröffentlicht oder vermarktet; nur Klein hatte das Recht es zu benutzen.

In der Praxis

Unser hypnotisches Ultramarine kann auf verschiedene Arten getragen werden, sommers wie winters. Wem das zu krass ist, der kann es mit neutralen Farben wie Weiß, Beige oder Sandfarben kombinieren, womit die Intensität und Tiefe des Blautons noch stärker hervorsticht.


Quelle: @monaj auf Instagram

Sie können das Blau auch mit kräftigeren Farben wie Terracotta, Zitronengelb oder Koralle kombinieren, ohne einen geschmacklichen Fauxpas zu riskieren. Geübtere Maniküre-Fans können sich sogar an einen Colorblock-Look in Verbindung mit Orange, Rosa oder Grün wagen.

 

Wenn Sie es für Ihre Inneneinrichtung wählen, sollten Sie wissen, dass es wunderbar mit Holz, Stroh und Rattan harmoniert: Diese Naturmaterialien nehmen diesem absoluten Blau etwas von seiner ungestümen Aufdringlichkeit. Sie können einen Flur, einen Treppenaufgang, ein Schlafzimmer oder ein Büro mit Klein Blue dekorieren. Als Wandverkleidung sorgt dieses pudrige Monochrom für mehr Tiefe und lässt den Raum größer erscheinen.


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