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Hinter den Kulissen von Manucurist: Wie eine neue Nagellackfarbe entsteht

4 Min. Lesezeit

Manucurist hat mehr als 90 Nagellackfarben. Aber hinter jeder einzelnen steckt weit mehr als ein einfacher Farbton. Es ist eine Geschichte aus Inspiration, Austausch und Know-how, um deine nächste Maniküre zum Leben zu erwecken. Jeder Flakon Green™ oder Green Flash™ ist das Ergebnis der akribischen Arbeit eines leidenschaftlichen und unglaublich kreativen Teams. Was, wenn wir dir einen Blick hinter die Kulissen zeigen würden? Begleite uns bei der Entstehung deiner Lieblingsfarbtöne.

Die Inspiration: wo alles beginnt

Alles beginnt mit einem Wunsch, der sich über Monate hinweg entwickelt. Eine neue Farbe zu erdenken braucht Zeit und vorausschauendes Denken. „Wir arbeiten 18 bis 24 Monate im Voraus nach dem Kalender, wie in der Mode", verrät Célia, Leiterin der Produktentwicklung bei Manucurist. Denn eine Farbe zu kreieren bedeutet vor allem, der Welt um uns herum zuzuhören.

Mode- und Beautytrends beobachten

In diesem ersten Schritt brodelt das Team vor Ideen. Es ist der Moment, in dem Célia, Marie-Julie, Junior-Produktmanagerin, Gaëlle, CEO von Manucurist, und Lexi, Marketingleiterin für den US-Markt, ihre Wünsche und die im Rahmen der von ihnen kontinuierlich betriebenen Trendbeobachtung gesammelten Inspirationen teilen.

In Sachen Mode analysieren sie Couture- und vor allem Prêt-à-porter-Schauen, um die Kleidungsfarben zu identifizieren, die für Aufsehen sorgen und in den kommenden Saisons getragen werden. In Sachen Beauty beobachten sie die Beauty-Trends angesagter Marken. Die Neuheiten von Glossier, Rhode, Summer Fridays, Typology oder Guerlain werden dabei besonders genau unter die Lupe genommen.

Gaëlle, Célia und das gesamte Produktentwicklungsteam lassen die Ideen für die neuen Manucurist-Farbtöne sprudeln.

Die Manucurist-Community: eine unerschöpfliche Quelle

Während Trends die künftigen Farben beeinflussen, spielt auch die Manucurist-Community eine wesentliche Rolle. Dein Feedback, deine Wünsche und deine Ideen sind allesamt Inspirationsquellen, die das Team bereichern. Denn jeder neue Farbton wird für dich und mit dir erdacht, um deinen Erwartungen gerecht zu werden. Deshalb tauschen sich unsere Teams das ganze Jahr über mit dir aus und fragen dich – insbesondere über die sozialen Netzwerke.

Die Manucurist-Palette: ein Erbe, das es zu bereichern gilt

Ohne Bezug auf die Manucurist-Palette lässt sich kein neuer Nagellack kreieren. Jede neue Kreation muss eine identifizierte Lücke in diesem bereits reichen Farbfächer mit rund hundert Farbtönen schließen und dabei die Kohärenz jeder Farbfamilie bewahren.

Aus diesen verschiedenen Überlegungen wählt das Team die Farbe oder Farben aus, die entwickelt werden sollen. Jede ausgewählte Farbe wird mit einem Moodboard festgehalten, das die Intention des Produktteams zusammenfasst: Es enthält Bildtafeln (Fotos von Modenschauen, Make-up, aber auch Food-Styling oder Einrichtung), Materialproben (Stoffe, Make-up …) und den Pantone®️-Code, der der gewünschten Farbe am nächsten kommt. Dieses Dokument wird dann ans Labor weitergeleitet.

Welche Farbe die Manucurist-Palette bereichern wird – that's the question!

Vom Moodboard zur Formel: die Geburt der Farbe

Es ist Emilie, die Koloristin bei Manucurist, die die Bühne betritt, um die Farbidee in die Realität umzusetzen.

Die Rolle der Koloristin

Geleitet vom Briefing des Marketingteams, stürzt sich Emilie in eine Arbeit von extremer Präzision. „Ich beginne damit, die pflanzlichen Pigmente und andere Bestandteile auszuwählen, die die gewünschte Zielfarbe ergeben", erklärt sie. Die Auswahl der Zutaten erfordert ebenso viel Präzision wie Intuition. Es gibt eine enorme Vielfalt an Pigmenten, und nicht alle haben dieselben Eigenschaften: Manche sind deckender, andere transparenter. Zudem sind nicht alle in allen Ländern zugelassen, insbesondere bestimmte Blau-, Gelb- und Grüntöne.

Wenn die gewünschte Farbe einen texturierten Effekt erfordert, muss Emilie auch aus den verschiedenen Materialarten wählen. Ein echtes Fachwissen, wie Emilie erklärt: „Perlmuttpigmente sind in der Regel viel feiner und erzeugen einen sehr gleichmäßigen Make-up-Effekt. Glitzer sind gröber und hinterlassen beim Auftragen ein unregelmäßigeres Muster."

Die Kunst, Zutaten zu kombinieren, um eine stabile und den Vorschriften der Länder, in denen der Nagellack vermarktet wird, entsprechende Formel zu erhalten.

Sobald die Zutaten ausgewählt sind, mischt Emilie sie in eine Green Flash™-Nagellackbasis. Die Entwicklung einer Farbe beginnt immer mit Green Flash™, dessen Formel anspruchsvoller ist, bevor sie zu einem Green™-Nagellack angepasst wird. Die entstandene Probe wird an Manucurist geschickt.

Der Dialog auf der Suche nach dem perfekten Gleichgewicht

Sobald Célia und Marie-Julie die Probe erhalten, vergleichen sie diese mit ähnlichen Farbtönen aus der bestehenden Manucurist-Palette, um sicherzustellen, dass sich die neue Farbe deutlich davon abhebt. Sie testen auch auf ihren Nägeln die Deckkraft oder Transparenz der Farbe, die Materialdichte, die Leichtigkeit der Anwendung, die Haltbarkeit, die Trocknungszeit usw. Ein zweiter Test wird mit Agathe, Nail Artist und Maniküre-Expertin, durchgeführt, die ihren professionellen Blick einbringt.

Anschließend entsteht ein Dialog zwischen Célia und dem Labor, um die Formel anzupassen und auf die Testergebnisse zu reagieren. Neue Proben werden hergestellt und ihrerseits getestet, bis für jeden Parameter ein perfektes Ergebnis erzielt wird.

Sobald die Farbe in Green Flash™ freigegeben ist, beginnt der Prozess auf dieselbe Weise, um die neue Farbe in der Green™-Formel zu duplizieren. Eine echte Herausforderung für unsere Koloristin, wenn man bedenkt, dass Manucurist darauf besteht, dass die Farbtöne von einer Linie zur anderen perfekt identisch sind.

Eine neue Nagellackfarbe in Green™ und Green Flash™ entwickeln: eine echte Herausforderung für unsere Koloristinnen.

Das Etikett und die Abfüllung

Sobald der Farbton freigegeben und die Zusammensetzung geprüft ist, bleibt noch ein entscheidender Schritt: ihm einen Namen zu geben. Ob evokativ oder verspielt, er erzählt immer eine Geschichte. Manchmal drängt sich der Name ganz offensichtlich auf: So war es bei Indian Summer, einem backsteinroten Nagellack, der zu Ehren der ikonischen Farbe von Yves Saint Laurent kreiert wurde. Ein anderes Mal braucht es Zeit zum Nachdenken, um die Fantasie sprechen zu lassen und durch Ideenassoziationen einen stimmungsvollen Namen entstehen zu lassen. Und in manchen Fällen muss man sich für einen eher marketingorientierten Begriff entscheiden, der sich besser verkauft. Aber in jedem Fall muss immer sichergestellt werden, dass der Name nicht bereits von einer anderen Marke verwendet wird.

Die Erstellung des Etiketts ist der letzte Schliff. Célia und Marie-Julie sammeln alle Informationen, die darauf erscheinen sollen: den Farbnamen, die Zutatenliste, die Piktogramme und die Pflichtangaben. Die Grafikerinnen erstellen das Design, dann werden die Etiketten gedruckt und an die Fabrik geschickt. Und damit kann die Produktion endlich beginnen … die offizielle Geburt des neuen Nagellacks.

Einmal getauft und in den Flakon abgefüllt, beginnt der neue Nagellack ein neues Leben. 

Von der ersten Idee bis zu dem Moment, in dem die Farbe auf deinen Nägeln landet, vergehen viele Monate Arbeit. Als Ergebnis eines einzigartigen Know-hows steht jeder Manucurist-Nagellack nicht nur für eine neue Nuance, sondern auch für neue gemeinsame Emotionen. Eine Farbgeschichte, die das Manucurist-Team leidenschaftlich für dich und mit dir weiterschreibt. Life in beautiful colors 🌈💅